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Freitag, 16.12.2016, 08:54
Beim schmökern in alten Büchern habe ich dieses Gedicht
gefunden und denke dass passt gut zur Adventzeit. Das es in
Dialekt geschrieben wurde, finde ich überhaupt super.

Autor: Trude Marzik

Was mir heut passiert is - i kann's gar net fassen! A Autofahrer
hat mi umigehn lassen! Aus Hupen und Schrein hat der
Mensch ganz vergessen, is freundlich und still hintern Lenkradl
gsessen. I deut' auf mein Kopf, denn i hab mi nur gwundert,
daß' so was no gibt, in unsern Jahrhundert!

Und no was is gschehn heut. I kann's gar net glauben: Der
Pomeisl - mir san ja bös wegn die Tauben, er wohnt ober mir,
und des boshafte Luader streut Sommer und Winter am
Fensterbrett Fuader - der grüaßt mi heut scheißfreundlich:
"Gelns, grauslich, die Patzen! I füader jetzt nur mehr im
Stadtpark die Spatzen."

Beim Bäcken hat mi ane vualassen wollen, mei Freundin is
kummen, die Schulden mir zahlen, die Strassenbahn bleibt
wegn mir sogar stehn, a fremde Frau grüaßt mi - i hab's no
nie gsehn - Wo san ma ? Was is denn ? Es weihnachtelt sehr!
Aber nur a paar Tag, Und des is des Malheur.

Ich wünsche euch einen schönen und besinnlichen Advent.


Donnerstag, 15.12.2016, 07:44
...meine heutige Geschichte stammt aus der Zeit als mein Kraehenkind ein Taferlklassler der ersten Klasse Volksschule war...die Geschichte wurde mir im Nachhinein von der Lehrerin der Parallelklasse meines Sohnes erzählt...

..als Kraehenkind in die Schule kam, arbeitete Mama Kraehe in einem Sozialverein, dessen Aufgabe es ist, von Armut betroffene oder bedrohte Menschen zu unterstützen und ein Teil meiner Arbeit war Delogierungsprävention...mein Kind hat immer gewusst, was ich beruflich mache, war in jeder meiner Arbeitsstellen immer wieder einmal mit und hat immer sehr viele Fragen gestellt...

als er also in die erste Klasse ging, besuchte sein bester Freund die Parallelklasse. In dieser Parallelklasse las die Lehrerin zu Weihnachten eine Geschichte vor...über eine obdachlose Frau, die am Weihnachtsabend eine Unterkunft sucht...und diese nach vielen, vielen Absagen schließlich bei einer armen Frau findet...anschließend fragte die Lehrerin die Klasse, wie das bei ihnen zuhause wäre...der Freund meines Sohnes antwortete als einziger der Klasse, seine Mama würde die Frau auch aufnehmen, sie haben selbst nicht viel, aber wenn jemand noch weniger hat, hilft seine Mama immer (was ich nur bestätigen kann :-)

In der Pause erzählte der Freund meinem Kraehenkind die Geschichte und fragte "und was würde deine Mama tun?"..Kraehenkind hat ohne eine Sekunde zu zögern geantwortet "meine Mama sorgt dafür, dass gar niemand ohne Wohnung sein muss".



Die Lehrerin hat zum nächsten Elternsprechtag die Geschichte der Mama des Freundes und mir erzählt und uns beide damit sehr nachdenklich gemacht...

Eine schöne Vorweihnachtszeit euch allen wübscht
kraehe


Dienstag, 13.12.2016, 19:41

Weihnachtsparty

Weihnachten ist ja durchaus ein Fest das in unseren Breitengraden sehr auf Traditionen aufgebaut ist.

Ich machs ja auch - am 24. Dezember.

Doch gibt es in diesem Jahr eine Party. Ja ja - die espresso schmeisst eine Weinachtsparty.

Was brauchts alles für eine Weihnachtsparty?
Die Ideen- und Einkaufslisten wurden immer länger.
Die Einladungslisten auch.

Jetzt aber steht die Party.
Der ganz große Einkauf findet heute statt,
gekocht wird am Freitag und am Samstag Mittag und am Samstag Abend kommen meine Gäste.

Es gibt ein Bufett mit Chilli con Carne, Avocadocreme, Rote Beete Carpaccio, Salat, russischen Eiern, Süßkartoffelauflauf, Nachtisch, Kuchen, Plätzchen.
Ein rießiger Tisch wird vollgestellt mit Bier und Wein, mit Aperol und Prosecco, mit Eiswürfen und Orangen, mit Eierlikör und Kaffeelikör.
Mit Gläsern, Tassen und mit Strohhalmen.
Alles zum selber nehem - jeder kann alles muss aber nicht alles essen oder trinken.

Ich habe eine Feuerschale und Kuscheldecken und Kuschelkissen, Kerzen und Laternen für die Terrasse.
Folienkartoffeln die in die Glut dürfen.
Heiße Schokolade mit oder ohne Rum.
Der Wetterbericht verheißt trockene Winterkälte mit ein par Wölkchen am Himmel.

Ein Wichtelspiel hab ich mir überlegt - denn ich kenne alle Gäste - untereinander kennen sich die wenigsten.
Also hab ich darum gebeten Wichtelgeschenke mit zu bringen.
Die werde ich mit Nummern versehen - jeder darf eine Nummer ziehen und bekommt sein Geschenk.
Bevor wir allerdings auspacken, beginnt - das große tauschen - jeder soll mit jedem tauschen weil ihm das vermeindlich „bessere“ Geschenk besser gefällt.

Natürlich darf auch ein Golfspiel nicht fehlen.
Das wird lustig.

Der Weihnachtsbaum ist geschmückt.
Die CD´s liegen bereit - denn natürlich wird getanzt.

Es kann los gehen.


Weihnachten bei espresso - 2017 einmal anders.


Dienstag, 13.12.2016, 02:49

Mein Beitrag kommt aus Afrika, vom schwarzen Kontinent, von dorther wo ich mich gerade aufhalte.
Leider ist die Internetverbindung schlechter als ich das vom letzten Aufenthalt in Erinnerung habe und nachdem es bereits fast drei Uhr morgens ist, ich einen harten Arbeitstag hinter mir habe, hoffe ich es hat niemand ein Problem damit, wenn ich die Bilder notfalls erst morgen einfüge.

Ich engagiere mich ja bereits seit längerer Zeit gemeinnützig im Kampf gegen die Tradition der weiblichen Genitalverstümmelung. Dazu habe ich nicht nur in Österreich sondern auch im Senegal einen Verein gegründet.

Nun bin ich wieder mal mit meiner Kollegin vor Ort um die Aktivitäten zu kontrollieren, und für alle Förderer, Mitglieder und Spender zu dokumentieren sowie etwaige Troubles zu shooten und die Planung bis zu unserem nächsten Aufenthalt mit allen Beteiligten durchzusprechen.

Und überall herrscht Weihnachtsstimmung, unzählige Christbäume schmücken die Stadt und auch hier erfreut sich groß und klein am Glitzern und Funkeln der vielen Lichter. Und das obwohl es nur einen sehr geringen Anteil an Christen gibt.

Aber wie in anderen Teilen auch, wird auch im Senegal Weihnachten gefeiert. Da es genauso wie bei uns auch ein soziales, wie auch ein religiöses Fest ist, bringt das Weihnachtsfest Freunde und Familien zusammen, um gemeinsam zu essen, zu spielen und sich zu beschenken.

Das traditionelle Weihnachtsessen besteht in Westafrika aus gekochtem Reis, einem Ziegen- oder Hühnereintopf oder einer Ziegen- oder Hühnersuppe, Reis mit Huhn, Ziege oder Lamm und Früchten.

In Gambia, welches ja "im"Senegal liegt, gehören maskierte Umzüge zur Weihnachtstradition. Obwohl die Christenn auch dort in der Minderheit sind, wird Weihnachten am 25. Dezember als offizieller Feiertag begangen. Christen und Muslime feiern zusammen ein Kostümfest und sammeln dabei Geld für die Neujahrsparty. Neben der Kostümparade wird Weihnachten in Gambia sehr ernst genommen als Fest des Wohlwollens, der Nächstenliebe und der Familie.

So und zum Schluss hsb ich für euch noch herausgefunden wie man in den verschiedenen afrikanischen Sprachen "Frohe Weihnachten" wünscht


In Akan (Ghana) Afishapa
In Amharic (Äthiopien) Melkam Yelidet Beaal
In Egyptian (Ägypten) Colo sana wintom tiebeen
In Sotho (Lesotho) Matswalo a Morena a Mabotse
In Yoruba (Nigeria) E ku odun, e hu iye‘ dun!
In Simbabwe Merry Kisimusi
In Zulu (Südafrika) Sinifisela Ukhisimusi Omuhle
In Swazi (Swaziland) Sinifisela Khisimusi Lomuhl
In Swahili (Tansania, Kenia) Kuwa na Krismasi njem

Ich hoffe ich konnte mit meinem Adventbeitrag ein bissi was vom westafrikanischen Adventfeeling rüberbringen und wünsche euch allen noch eine wunderschöne Adventzeit und besinnliche Weihnachten im Kreise eurer Lieben

P.S. Wenn ich ein bisschen mehr Zeit habe, werde ich gerne einen Blogg in meinem Blogg über meinen Aufenthalt hier am schwarzen Kontinent schreiben :-)

Bildquelle: das Bild wurde von mir am größen Markt in Dakar gemacht und wie man sieht gibt es dort auch Weihnachtsbäume zu kaufen :-)


Sonntag, 11.12.2016, 17:52

Die Adventszeit wird in meiner Heimatstadt ganz besonders zelebriert und ist für mich untrennbar verbunden mit Herrnhuter Sternen, Schwibbögen, Pyramiden und Räuchermännchen aus dem Erzgebirge.



Meine schönsten Weihnachtsgeschenke waren die Bücher von Erich Kästner.



Am Bild als kleiner Junge auf der Mauer am Albertplatz in der Dresdner Neustadt, erinnert er sich in „Als ich ein kleiner Junge war“ an diplomatische Höchstleistungen zu Weihnachten in seiner Kindheit.

Nur einmal in jedem Jahr hätte ich sehnlich gewünscht, Geschwister zu besitzen: am Heiligabend! Am ersten Feiertag hätten sie ja gut und gerne wieder fortfliegen können, meinetwegen erst nach dem Gänsebraten mit den rohen Klößen, dem Rotkraut und dem Selleriesalat. Ich hätte sogar auf meine eigene Portion verzichtet und stattdessen Gänseklein gegessen, wenn ich nur am 24. Dezember abends nicht allein gewesen wäre! Die Hälfte der Geschenke hätten sie haben können und es waren wahrhaftig herrliche Geschenke! Und warum wollte ich gerade an diesem Abend, am schönsten Abend eines Kinderjahres, nicht allein und nicht das einzige Kind sein? Ich hatte Angst. Ich fürchtete mich vor der Bescherung! Ich hatte Furcht davor und durfte sie nicht zeigen.
Es ist kein Wunder, dass ihr das nicht gleich versteht. Ich habe mir lange überlegt, ob ich darüber sprechen solle oder nicht. Ich will darüber sprechen!
Also muss ich es euch erklären. Meine Eltern waren, aus Liebe zu mir, aufeinander eifersüchtig. ( … )

Wochenlang, halbe Nächte hindurch, hatte mein Vater im Keller gesessen und zum Beispiel einen wundervollen Pferdestall gebaut. Er hatte geschnitzt und genagelt, geleimt und gemalt, Schriften gepinselt, winziges Zaumzeug zugeschnitten und genäht, die Pferdemähnen mit Bändern durchflochten, die Raufen mit Heu gefüllt, und immer noch war ihm, beim Blaken der Petroleumlampe, etwas eingefallen, noch ein Scharnier, noch ein Beschlag, noch ein Haken, noch ein Stallbesen, noch eine Haferkiste, bis er endlich zufrieden schmunzelte und wusste: »Das macht mir keiner nach!« ( … )

Es waren Geschenke, bei deren Anblick sogar Prinzen die Hände überm Kopf zusammengeschlagen hätten, aber Prinzen hätte mein Vater sie nicht geschenkt. Wochenlang, halbe Tage hindurch, hatte meine Mutter die Stadt durchstreift und die Geschäfte durchwühlt. Sie kaufte jedes Jahr Geschenke, bis sich deren Versteck, die Kommode, krumm bog. Sie kaufte Rollschuhe, Ankersteinbaukästen, Buntstifte, Farbtuben, Malbücher, Hanteln und Keulen für den Turnverein, einen Faustball für den Hof, Schlittschuhe, musikalische Wunderkreisel, Wanderstiefel, einen Norwegerschlitten, ein Kästchen mit Präzisionszirkeln auf blauem Samt, einen Kaufmannsladen, einen Zauberkasten, Kaleidoskope, Zinnsoldaten, eine kleine Druckerei mit Setzbuchstaben und, von Paul Schurig und den Empfehlungen des Sächsischen Lehrervereins angeleitet, viele, viele gute Kinderbücher. ( … )

Es war ein Konkurrenzkampf aus Liebe zu mir und es war ein verbissener Kampf. Es war ein Drama mit drei Personen und der letzte Akt fand, alljährlich, am Heiligabend statt. Die Hauptrolle spielte ein kleiner Junge. Von seinem Talent aus dem Stegreif hing es ab, ob das Stück eine Komödie oder ein. Trauerspiel wurde. Noch heute klopft mir, wenn ich daran denke, das Herz bis in den Hals. ( … )

Ich stand also am Küchenfenster und blickte in die Fenster gegenüber. Hier und dort zündete man schon die Kerzen an. Der Schnee auf der Straße glänzte im Laternenlicht. Weihnachtslieder erklangen. Im Ofen prasselte das Feuer, aber ich fror. Es duftete nach Rosinenstollen, Vanillezucker und Zitronat. Doch mir war elend zumute. ( … )

Und dann hörte ich meine Mutter rufen: .Jetzt kannst du kommen! Ich ergriff die hübsch eingewickelten Geschenke für die beiden und trat in den Flur. Die Zimmertür stand offen. Der Christbaum strahlte. Vater und Mutter hatten sich links und rechts vom Tisch postiert, jeder neben seine Gaben, als sei das Zimmer samt dem Fest halbiert. „Oh“, sagte ich, „wie schön!“, und meinte beide Hälften. Ich hielt mich noch in der Nähe der Tür, sodass mein Versuch, glücklich zu lächeln, unmissverständlich beiden galt.
Der Papa, mit der erloschenen Zigarre im Munde, beschmunzelte den firnisblanken Pferdestall. Die Mama blickte triumphierend auf das Gabengebirge zu ihrer Rechten. Wir lächelten zu dritt und überlächelten unsre dreifache Unruhe. Doch ich konnte nicht an der Tür stehen bleiben!
Ach, wenn ich allein gewesen wäre, allein mit den Geschenken und dem himmlischen Gefühl, doppelt und aus zweifacher Liebe beschenkt zu werden! Wie selig wär ich gewesen und was für ein glückliches Kind! Doch ich musste meine Rolle spielen, damit das Weihnachtsstück gut ausgehe. Ich war ein Diplomat, erwachsener als meine Eltern, und hatte dafür Sorge
zu tragen, dass unsre feierliche Dreierkonferenz unterm Christbaum ohne Missklang verlief. ( … )

Ich stand am Tisch und freute mich im Pendelverkehr. Ich freute mich rechts, zur Freude meiner Mutter. Ich freute mich an der linken Tischhälfte über den Pferdestall im Allgemeinen. Dann freute ich mich wieder rechts, diesmal über den Rodelschlitten, und dann wieder links, besonders über das Lederzeug. Und noch einmal rechts, und noch einmal links, und nirgends zu lange, und nirgends zu flüchtig. Ich freute mich ehrlich und musste meine Freude zerlegen und zerlügen. Ich gab beiden je einen Kuss auf die Backe. ( … )

Nebenan; bei Grüttners, sangen sie „0 du fröhliche, 0 du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!“
Mein Vater holte ein Portemonnaie aus der Tasche, das er im Keller zugeschnitten und genäht hatte, hielt es meiner Mutter hin und sagte: „Das hätt ich ja beinahe vergessen!“ Sie zeigte auf ihre Tischhälfte, wo für ihn Socken, warme lange Unterhosen und ein Schlips lagen. Manchmal fiel ihnen, erst wenn wir bei Würstchen und Kartoffelsalat saßen, ein, dass sie vergessen hatten, einander ihre Geschenke zu geben.
Und meine Mutter meinte: „Das hat ja Zeit bis nach dem Essen.“

(gekürzte Fassung)


Sonntag, 11.12.2016, 00:55

Hallo meine Lieben,

heute wird es noch einmal musikalisch - nein keine Angst, ich singe nicht :)

Der Ursprung der Weihnachtslieder liegt im Mittelalter. Es war allgemein üblich, während der Mitternachtsmesse, Dank- und Loblieder zu singen, und ab dem 11. Jahrhundert mischten sich diese dann mit anderen deutschen Liedern.

Zur Zeit der Reformation gab es dann einen regelrechten Aufschwung in Sachen Weihnachtslied, und alte weltliche Lieder wurden oftmals mit einem neuen Text versehen. Martin Luther schrieb sogar selbst einige Lieder, darunter zB "Vom Himmel hoch".

Lange Zeit blieb das Singen von Weihnachtsliedern fast ausschließlich auf den kirchlichen Raum beschränkt und erst Mitte des 16. Jahrhunderts begann mann zunehmend, auch im häuslichen Kreise zu musizieren

Im 17. und 18. Jahrhundert, als es in den gutbürgerlichen Familien das Weihnachtsfest so, wie wir es heute noch feiern, aufkam, verblasste der religiöse Hintergrund immer mehr.

Das machte sich auch in den neuen Liedern bemerkbar. Die Inhalte gingen stark ins Materielle und der Bezug auf Weihnachten als Fest des Kindes spielte eine immer größere Rolle. Man sang nun von Geschenken, Tannenbäumen oder auch vom Wintervergnügen im Schnee.

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts erfuhr das Weihnachtslied die massenmediale Verbreitung, so dass ein kommerzieller Weihnachtsliedermarkt entstanden ist, der für jeden Geschmack, sei es Klassik, Pop oder Techno, etwas zu bieten hat.

Habt ihr ein Lieblingsweihnachtslied? Ich kann mich irgendwie an der Auswahl irgendwie nie entscheiden, aber ich glaube, "Leise rieselt der Schnee" gehört wohl zu meinen Liebsten. Wenn ich als Kind aus dem Fenster gesehen habe, sah ich einen Wald und einen Teich - ich hab mir immer vorgestellt, das wäre aus dem Lied :)

Und hier sind noch ein paar Lieder, die ich in der Weihnachtszeit sehr gerne höre:













Ach, ich könnte noch sooooo viele Songs reinstellen, allerdings "sprenge" ich damit wohl das Türchen :-)

Liebe Grüße
eure fulmi

Bild: meines


Samstag, 10.12.2016, 00:21

Weil ich Eselchen so gerne mag!




...das lebte auf einem Bauernhof mitten auf dem Lande zusammen mit einer Kuh, einem Schaf, einem Hahn und einem Schwein in einem gemütlichen Stall.
Jedes Jahr um die gleiche Zeit, stellte Eselchen fest, dass die Bauernleute geschäftig hin und her liefen. Der Hof wurde sauber gemacht, die Fenster festlich geschmückt, der Bauer holte einen Tannenbaum aus dem Wald.
Für die Gans Frieda war es auch jedes Mal ein Stress. Sie wurde zuerst gejagt, dann auf einen Holzpfosten gesetzt. Dann kamen die Bauernkinder und heulten und dann brachte der Bauer Frieda wieder zurück in ihren Stall. Das geschah jedes mal so, schon seit vielen, vielen Wintern. An einem ganz bestimmten Abend kamen dann viele Freunde, Verwandte und andere Gäste und brachten lustig verpackte Päckchen mit.
Als Eselchen feststellte, dass es wohl mal wieder soweit war und dieses geschäftige Treiben auf dem Hof wieder einsetzte, sagte es zu seinen Freunden im Stall: "Ich würde auch so gerne einmal so viele Freunde haben und so viele Geschenke bekommen - und vor allem einen riesengroßen Sack Mohrrüben."

Die Freunde, die Eselchen sehr mochten, weil es eigentlich die härteste Arbeit am Hof verrichten musste - nämlich die schweren Karren mit dem Futter in den Stall zu fahren - berieten sich, als Eselchen einmal unterwegs war und beschlossen, ihm in diesem Jahr eine große Freude zu machen. Jeder überlegte, was er Eselchen schenken könnte und stob dann davon, um es zu besorgen.
Es war wieder einmal Abend, die Lichter im Bauernhaus wirkten vom Schnee auf dem Hof noch heller. Viele Gäste kamen, und brachten, wie in jedem Jahr viele schöne Sachen mit. Seufzend stand Eselchen an der Stalltüre und sah dem lustigen und bunten Treiben zu.

Ein Tränchen kullerte über das struppige Fell und gefror gleich, als es in den Schnee fiel.

Plötzlich hörte es, wie im Stall heftig gescharrt und gewispert wurde und als es sich umdrehte, standen seine Freunde alle um einen großen Berg Geschenke herum und strahlten. "Die sind alle für Dich, Eselchen. Weil Du uns das ganze Jahr über immer unser Futter in den Stall bringst und so lieb zu uns bist."
Eselchen war überwältigt. "Alles für mich?" fragte es und fing schon an, die Geschenke auszupacken. Da gab es einen Kamm vom Schwein, einen Schlitten vom Schaf, eine Dose mit Linsen von der Kuh und einen Sack Morrüben vom Hahn. Sie hatten alles auf dem Hof gefunden und für Eselchen schön verpackt in Säcken mit Schleifchen versehen.
Eselchen freute sich riesig und konnte gar nicht genug "Danke" sagen.
Danach saßen Sie alle beisammen und hörten dem Gesang aus dem Bauernhaus zu.
Dabei dachte Eselchen so für sich: "Was soll ich mit einem Kamm, ein Eselchen kämmt sich doch nicht. Und was soll ich mit einem Schlitten, ich kann doch gar nicht Schlitten fahren. Was mache ich mit der Dose Linsen, schmecken würde es mir vielleicht schon, doch wie soll ich die Dose aufbekommen. Und wenn ich so die ganzen Morrüben auf einmal esse, wird mir schlecht.
Etwas nachdenklich und auch ein bisschen traurig ging Eselchen schlafen.

Mitten in der Nacht kam die Gans Frieda in den Stall und legte sich neben Eselchen zum schlafen. "Du, Frieda, ich habe heute viele Geschenke bekommen, aber irgendwie so richtig froh und glücklich bin ich trotzdem nicht. Was kann das bloss sein?"
Frieda, die sehr klug und erfahren war sagte daraufhin: "Eselchen, Du hast dich blenden lassen und dabei das allerwichtigste am Weihnachtsfest vergessen".

"Was denn?" fragte Eselchen. "Dass Du gute Freunde hast, die Dich lieben und die alles für Dich tun würden. Und Liebe, Liebe, Eselchen, das ist der Sinn des Weihnachtsfestes!" erwiderte Frieda.

von Anja Wörner

Ich wünsche Euch, dass Ihr Euch nicht blenden lasst!

lg soul